joergeisfeld's Blog

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Jörg Eisfeld-Reschke  //  Als freiberuflicher Trainer, Berater und Moderator beschäftige ich mich schwerpunktmäíg mit sozialen Medien und dem Nonprofit-Sektor. Zudem gründe ich gerade ikosom - Institut für Kommunikation in sozialen Medien

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Apr 30 / 4:38am

Micropayment für gute Inhalte – Kurzer Hype oder Chance auf mehr?

Micropayment ist dabei in der deutschen Blogosphäre anzukommen.In Zeiten, in denen sich Verlage nach neuen Geschäftsmodellen im Online-Bereich umschauen, kommen diese Micropayment-Initiativen genau richtig. Ich persönlich sehe ein größeres Marktvolumen in den freiwilligen Zahlungen von zufriedenen Lesern als bei kostenplichtigen Angeboten von Tageszeitungen.

Momentan werden die freiwilligen Micropayment-Dienste hauptsächlich an Blogs ausprobiert. Dabei wird es aber nicht bleiben. Das Modell lässt sich genauso auf Podcasts, Online-Videos und Online-Radio übertragen und das wird sehr bald geschehen. Wenn dann große Verlage sich entscheiden Social Payment einzubinden, so wird der Markt enorm wachsen. Aber dieses Modell haben die Verlage noch nicht auf dem Schirm. Diese Welle muss nur losgetreten werden.

Mit Flattr und Kachingle betreten gerade zwei Dienste mit gleichem Ziel und ähnlichen Ansätzen den Markt. Man kann sagen, dass Flattr einen sehr nutzerzentrierten Ansatz wählt, in dem die Nutzer sehr kleinteilig und zielgerichtet Inhalte unterstützen. Damit haben sie natürlich auch Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung. Das Amerikanisch-Deutsche Startup Kachingle verfolgt eher einen produzentenorientierten Ansatz, denn der Nutzer nimmt einmalig einen Blog oder einen Autor in den Unterstützungskreis auf. Die Zahlungshöhe richtet sich dann nach der Häufigkeit der Besuche, aber es handelt sich um eine quasi-institutionelle Unterstützung, vielleicht auch dauerhafter.

Aber was muss zuerst da sein? Die Nutzer, die bereits sind kleine Summen zu zahlen, damit Verlage bereit sind ihre Inhalte zur Verfügung zu stellen? Oder braucht es Verlage, die ihre Inhalte frei zur Verfügung stellen und einem System beitreten, das freiwillige Zahlungen erlaubt? Momentan werden Flattr und Kachingle hauptsächlich in der innovations-affinen Bloggerszene ausprobiert und besprochen. Die Masse der Internetnutzer bekommt davon nichts mit. Aber das kann sich ja noch ändern